Theater fürs Leben
"Theater fürs Leben" beschreibt die Chance, in einem neuen Theater zu einem veränderten Begriff von Öffentlichkeit zu finden, der die Beziehungen von Kultur, Wirtschaft und bürgerschaftlichem Engagement neu definiert.
Theater für viele von vielen
Das Theater für die Zukunft ist ein Programm, das fest im Herzen der Gütersloher verankert ist.
Theater ist im Gegensatz zu den konventionellen Konsummedien eine intensive, sinnliche Erfahrung, die sich im Programm, aber auch in den gesamten Umständen (zu denen die Architektur und Atmosphäre zwingend gehören) dokumentiert. Diese Erfahrung ist möglichst vielen Güterslohern zu ermöglichen. Deshalb wird das zukünftige Programm stark die aktive Mitgestaltung und das kreative "Selbermachen" fördern.
Schülertheater und Laientheater aller Altersgruppen bekommen Generationen übergreifend Gelegenheit zur Präsentation ihrer eigenen Theaterarbeit in einem professionellen und motivierenden Umfeld. Hierzu zählt nicht nur die Offenheit des Theaterhauses für Aufführungen, sondern - dort wo gewünscht - auch die kompetente, bühnenfachliche Begleitung vorhandener oder neu zu initiierender Aktivitäten.
Im Rahmen des neuen Theaterhauses kann die Laien- und Amateurtheaterarbeit zusätzliche Impulse und Förderung erfahren. Die überregionale Ausrichtung von Laien- und Jugendtheatertreffen, mit einem Angebot an Workshops, Lecture Demonstrations z. B. im Tanz- und Performancebereich ("Gütersloh 2005: Royston Maldoom) sowie durch die Unterstützung von kulturpädagogischen Projekten (s. momentane Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer im Rahmen des Gütersloher Theater- und Konzertprogramms) bieten interessante Perspektiven.
Literatur im Theater
Denkbar ist im Literaturbereich, Treffen oder Wettbewerbe jugendlicher Nachwuchsautoren zu initiieren, die mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vor Ort Theatertexte entwickeln und in einer Art "Probierwerkstatt" in szenische Aktion umsetzen.
Kultur und Wirtschaft
Mit einem neuen Theater entsteht in Gütersloh zudem ein Attraktionspunkt, der über die kulturelle Nutzung hinaus auch Partnern aus der Wirtschaft und der Bevölkerung einen ansprechenden Veranstaltungsort mit besonderem Flair anbietet.
Hier lassen sich diejenigen Veranstaltungen zusammenfassen, in denen das Theaterhaus zur Ergänzung der Auslastung und zum Ausbau von Partnerschaften mit privaten Förderern und Sponsoren Dritten zur externen Bewirtschaftung überlassen wird.
Anzustreben sind differenzierte Kulturpartnerschaften und Sponsoringmaßnahmen für spezifische Projekte oder Produktionen oder Programmbausteine, die zum Portfolio des Unternehmens positiv beitragen.
Es entsteht eine Perspektive für unternehmerisches Engagement zur Förderung der Kultur in Gütersloh. Gerade die aktive Begegnung und die unmittelbare Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur liefern wichtige Impulse und Inspiration für unternehmerisches Tun.
Gleichermaßen können Kultureinrichtungen und Künstler von Erkenntnissen und Erfahrungen der Wirtschaft profitieren. Denkbar sind weiterhin Kooperationen mit der Stadthalle im Bereich von Sonderveranstaltungen, Festakten, Tagungen oder sonstige Formen der Drittvermietung.


